Die Geschichte der Familie Windemuth in Kürze.

Von Mike Wintermute

Teil 1:   Das Leben in Deutschland vor der Auswanderung nach Amerika
Teil 2:
   Das Leben unserer weiblichen Ahnen
Teil 3:
   Das Leben unserer männlichen Ahnen


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Teil 1:   Das Leben in Deutschland vor der Auswanderung nach Amerika

Das Leben war schwer; Kriege, extrem kaltes Wetter, Hungersnot, Pest und Seuchen waren ein Teil des täglichen Lebens.
Johannes Windemuth und seine Frau Beata gründeten ihre Familie in Allendorf, Hessen – Kassel, in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Ursprünglich stammte Johannes aus dem kleinen  Dorf Weidenhausen, etwa 7 Km. südlich von Allendorf.
Ihr Sohn, Johann Christoph und seine Frau Maria M. lebten im frühen 18. Jahrhundert mit ihren Kindern in Pfungstadt, in Hessen – Darmstadt, etwa 190 Km südwestlich von Allendorf.

Margaret E. Bernhardt, die Ehefrau von Johann Georg Windemuth lebte, vor ihrer Auswanderung nach Amerika, mit ihrer Familie in Kerzenheim, etwa 25 Km. südwestlich von Worms in Rhein Bayern.
Es waren kleine Dörfer; Allendorf war das größte mit etwa 1.000 Einwohnern während Pfungstadt, Kerzenheim und Weidenhausen nur etwa 100 Einwohner je Dorf hatten.

 Gegründet im 8. Und 9. Jahrhundert waren diese Dörfer in den Jahren um 1600 gut etabliert. Die Häuser, im Fachwerkbau errichtet, solide und komfortabel. Noch heute sind einige der Häuser erhalten. Unsere Vorfahren lebten möglicherweise relativ komfortabel und benutzten offene Feuerstellen um die Häuser zu heizen.

Die „Mittelalterliche warme Zeit“ traf zwischen dem 9. Und 14. Jahrhundert ein. Die reichen Ernten trugen zu einem dreifachen Bevölkerungszuwachs bei. Im 14. Jahrhundert jedoch wurde das Wetter wieder kälter und es war nicht mehr möglich die zahlreiche Bevölkerung zu ernähren. Viele starben an Hunger und Krankheiten.

Das kalte Wetter, bekannt als die „Mini Eiszeit“ setzte sich bis ins 19. Jahrhundert fort. Der Winter im Jahre 1709 hielt so lange an, dass das Ackerland in Mitteldeutschland bis in den April hinein gefroren blieb.

Im Jahr 1618 begann der 30 Jährige Krieg wegen religiöser Streitigkeiten. Dieser Krieg breitete sich schnell zu einem Alle gegen Alle aus als das Römische Reich um die Kontrolle über das nördliche Europa kämpfte.

Armeen aus ganz Europa streiften in Gruppen von 10-12 Tausend Mann durch das zentrale Deutschland. Sie lebten von dem was das Land hergab, sie gebrauchten Tortur und Grausamkeiten um den Einwohnern ihr Essen und ihr Vieh abzunehmen.
Fast die Hälfte der Einwohner im zentralen Deutschland starb, die meisten verhungerten. Städte wurden niedergebrannt, einige wurden komplett zerstört.

Selbst nachdem ein Friedensvertrag den Krieg 1648 beendete, plagten schlechtes Essen, Krankheiten und Seuchen die Menschen.
Johannes Windemuth und seine Frau Beata wurden während des Krieges geboren und waren Teenager als der Krieg endete. Zwei ihrer Kinder starben in einem frühen Alter in den Jahren um 1670. Johannes war ein Wagenbauer, Mitglied der Zunft und hat vermutlich ein Leben in der Mittelklasse gelebt.

Das einzige überlebende Kind, Johan Christoph, wurde 1676 geboren und wurde mit 18 Jahren Waise. Er wurde später Mitglied der Schneiderzunft und heiratete 1702 Maria M. in Pfungstadt. Sie bekamen fünf Kinder, zwei starben bevor sie drei Jahre alt wurden. Im Jahre 1717, starb ihr jüngster Sohn als er sechs Jahre alt war. Noch im gleichen Jahr heiratete Johan C. Anna E. Wambold. Zwischen 1731 und 1737 wanderte die Familie nach Amerika aus.

Margaret E. Bernhardt wurde 1721 in Kerzenheim, in Rhein Bayern, geboren. Zusammen mit ihrem Vater, ihrer Mutter und ihrer Schwester begann ihre Auswanderung nach Amerika im Jahr 1736. Nach einem Jahr in England erreichten sie 1737 Philadelphia. Hier wurde die dritte Tochter geboren.

Das Leben der Bernhardt Familie in Kerzenheim glich dem unserer hessischen Vorfahren während dieser Periode. Dann, im Jahr 1688 begann der Neun jährige Krieg.

König Louis der XIV von Frankreich besetzte Rhein Bayern, bekannt unter dem Namen Unterpfalz. Der König verlangte die Pfalz als rechtmäßiges Erbe seiner Schwiegertochter obwohl sie keinen rechtlichen Anspruch darauf hatte. Deutschland alliierte sich mit dem Römischen Reich und zwangen die französische Armee zum Rückzug.

König Louis der XIV befahl seiner Armee auf ihrem Rückzug aus der Pfalz alles zu zerstören und nieder zu brennen. Den Einwohnern wurde eine Frist von 3 Tagen zur Evakuierung gegeben wonach ihre Dörfer dem Erdboden gleichgemacht wurden. Tausende Menschen wurden mittellos, ohne Wohnung, ohne Schutz und Nahrung. Um überleben zu können waren sie gezwungen auf den Straßen Europas zu betteln.

Im Jahr 1709 begann eine Massen Auswanderung von Personen aus der Unterpfalz nach Amerika. Aus Mitleid sorgte Königin Anne von England für Passage, Flüchtlingslager in England und Landbesitz in Pennsylvania für die Deutschen Emigranten aus der Unterpfalz. Die Emigration dauerte bis in die 1730 er Jahre in denen zehntausende Pfälzer gemeinsam mit Deutschen aus anderen Regionen nach Nordamerika auswanderten.

Die Windemuth´s sowie die Bernhardt´s blieben bis in die 1730 Jahre in Deutschland. Es ist anzunehmen, dass das Leben dieser Familien akzeptabel war, denn sonst hätten sie Deutschland schon viel früher verlassen und wären ausgewandert.
Das Leben in Deutschland wurde nach diesen zwei Kriegen besser und die Einwohner erarbeiteten sich einen gewissen Wohlstand. Einigen wenigen gelang es vor ihrer Auswanderung in den 1730er ihr Hab und Gut zu verkaufen.

Vielleicht waren unsere Vorfahren auch davon begünstigt. Außer G. Philip Windemuth, der sich in Pennsylvania ansiedelte erhielten die Windemuth`s und die Bernhardt´s kein Land geschenkt. Beide Familien kauften, nach ihrer Ankunft in Amerika, eigenen Grund und Boden.
Teil 2:   Das Leben unserer weiblichen Ahnen

Trotzdem die Informationen spärlich sind, wollen wir versuchen das Leben unserer weiblichen Ahnen zu beleuchten. Wir wissen, dass sie lange und kalte Winter mit Seuchen und Pest erlebten. Viele ihrer Nachkommen starben in jungen Jahren.
Trotzdem ernährten sie ihre Kinder und formten die Persönlichkeiten ihrer Familien. Wir können nur vermuten wie viel ihr Einfluss den folgenden Generationen weitergegeben wurde, vielleicht mehr als wir vermuten.
Beata Ludolsin:

Johannes Windemuth´s Ehefrau, Beata Ludolsin wurde 1635 geboren. Sie starb im Jahr 1693. Kirchenbücher in Allendorf zeigen, dass sie drei Kinder hatte. Anna Katherine geboren 1668 und gestorben 1670; Susanna, geboren 1673 und gestorben 1674 und Johann Christoph geboren am      3. April 1676.

Beata`s Nachname Ludolsin ist etwas ungewöhnlich insofern er nirgendwo anders gefunden wurde. Die Allendorfer Kirchenbücher waren zum Zeitpunkt der Übersetzung über 200 Jahre alt und es besteht die Möglichkeit, dass die alten deutschen Schriften missverstanden wurden. Die Konstruktion des Namens sowie die abgeschriebene Buchstabierweise könnten uns vielleicht bei der Lösung dieses Rätsels behilflich sein.

Da der Anhang an weibliche Familiennamen damals oft „en“ war, könnte es sein, dass bei der Abschrift das „in“ ein „en“ sein sollte sodass der Name dann „Ludols“ bedeuten könnte. 

Der Name Ludols ist wiederum mit keinem anderen deutschen Namen vergleichbar.
In den alten deutschen Schriften ist der Buchstabe „s“ dem Buchstaben „f“ bis auf den kleinen Querstrich sehr ähnlich. Es könnte sein, dass dieser Strich verblasst war und der Name eigentlich „Ludolf“ war, ein bekannter Name der bis ins 8. Jahrhundert auf deutsche Adelige zurück geführt werden kann.

Der adelige Namen Ludolf wurde von vielen Leuten im Mittelalter als Familiennamen angenommen. Basierend auf unserem heutigen Kenntnisstand, gehen wir davon aus, dass der Name Ludolf ein angenommener Name ist und nicht von adeliger Herkunft abstammt.
Es ist sehr anzunehmen, dass Beata und Johannes in der Nähe von einander lebten. Während des 30 Jährigen Krieges (1618-1648) lebte im Dorf Reichensachsen ein Pfarrer Lorenz Ludolf. Pfarrer Ludolf war bekannt für seine Berichte über die  Schwere der Grausamkeiten die die Bewohner des Werra Tals über sich ergehen lassen mussten. Reichenhausen ist nur etwa 6 Km. von Weidenhausen der Heimat von Johannes.

Pfarrer Ludolf hatte das passende Alter um ein Onkel oder der Vater von Beata zu sein. Durch dieses Wissen neige ich dazu zu glauben, dass Beata ein Mitglied der Ludolf Familie war die damals in Reichensachsen lebte.
Wir wissen nicht wann Beata und Johannes nach Allendorf kamen. Die Kirchenbücher in Allendorf erwähnten sie erstmals in Verbindung mit der Geburt von Anna Katherine im Jahr 1668. Es besteht die Möglichkeit, dass andere Kinder vor ihrer Ankunft in Allendorf in anderen Orten in der Nachbarschaft geboren (und gestorben) sind.

Beata war bei der Geburt von Anna Katherine bereits 33 Jahre alt. Das war im 17. Jahrhundert alt für die Geburt des ersten Kindes. Wir haben eine Anna Maria Windemuth geboren im Jahr 1662 und gestorben im Jahr 1727 in Wahlhausen, etwa 2 Km. westlich von Allendorf. Wir können nur vermuten ob dies eine früher geborene Tochter ist.
Maria Margarethe Kleppinger:

Johann Christoph, der Sohn von Beata und Johannes zog nach Pfungstadt, Hessen Darmstadt und heiratete am 4. Januar 1702 Maria Margarethe Kleppinger. Die Familie Kleppinger lebte bereits seit vielen Generationen in Pfungstadt. Maria, geboren um das Jahr 1680, gebar fünf Kinder; Anna Elisabeth, geboren 1703; Georg Philip geboren 1705; Anna Maria geboren 1708, gestorben 1711; Johann Heinrich geboren 1709, gestorben 1710 und Johann Georg geboren am 11. Mai 1711.

Die Zeit von Mitte 1710 bis 1711 war für die Familie mit dem Tod zwei ihrer Kinder eine tragische Periode. Johann Georg wurde gerade einmal neun Tage vor dem Tod seiner Schwester Anna Maria geboren. Maria Margarethe starb im Januar 1718 im Alter von 38 Jahren. Ihre Kinder waren damals 14, 12, und 6 Jahre alt. Innerhalb eines Jahres heiratete Johann Christoph Anna Elizabeth Wambold, ebenfalls aus Pfungstadt. Als sie heirateten war Anna Elizabeth 24 und Johann 42 Jahre alt. 

Anna und Johann hatten keine gemeinsamen Kinder, aber sie ernährten und erzogen seine drei überlebenden Kinder. Im Jahr 1736 wanderte Anna mit Johann Christoph und seinem Sohn Johann Georg nach Amerika aus. Sie starb mit 52  Jahren im Jahr 1746 in Pennsylvania.

Die Windemuth´s waren ein eng zusammenhaltende Familie und siedelten sich in der Nähe von einander  an. Anna und Johann lebten in Pennsylvania in der Nähe von Johann´s ältestem Sohn Georg Philip und in Besuchs - Entfernung zu den anderen Kindern. Anna Elizabeth lebte mit ihrem Ehemann Johannes Schnauber sowie Johann Georg etwa 40 Km. entfernt in der Nähe von Stillwater, New Jersey.   

Margaret Elizabeth Bernhardt:
Margaret Elizabeth wurde 1721 in Kirzenheim in Deutschland geboren. Die Stadt, am Fuße des Donnersberg, etwa 24 Km. westlich von Worms gelegen in einer Region die als die Unterpfalz in Rhein Bayern bekannt war. Margaret Elizabeth war die älteste von drei Schwestern. Die mittelste Schwester wurde in Kirzenheim geboren, die jüngste Schwester wurde, während der Auswanderung der Familie nach Amerika, in England geboren. 

Margaret Elizabeth`s Mutter starb bereits kurz nach dem die Familie in Amerika ankam.  Ihr Vater, sie, sowie ihre Schwester und deren Ehemann Casper Scheaffer waren unter den Ersten die sich in Stillwater ansiedelten. Mehrere Jahre spaeter heiratete sie Johann Georg Windemuth und sie ließen sich in der Nähe der Bernhardt´s und den Scheaffer`s in Stillwater nieder. Die Bernhardt`s waren genau wie die Windemuth`s, eine eng zusammen haltende Familie.Die Deutschen Frauen unserer Vorväter spielten eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung von Staerke und Charakter in ihren Familien. Die vielleicht größte Hinterlassenschaft kommt zum Ausdruck im Leben ihrer Kinder. Ihre Kinder liebten einander und wollten in der Naehe voneinander wohnen und an ihrem Leben teilnehmen. Die Kinder der Windemuth`s und der Bernhardt`s zeigten grosse Charakterstärke und eine kräftige Konstitution. Sie waren alles in allem stark genug um in der Wildnis von Ost Pennsylvania und dem Nordwesten von New Jersey zu bestehen. 
Teil 3: Das Leben unserer männlichen Ahnen
Der Älteste uns bekannte Vorfahr, Johannes Windemuth, lebte in Allendorf an der Werra. Das genaue Geburtsdatum ist uns nicht bekannt, jedoch glauben wir, dass es um das Jahr 1624 gewesen ist. Er starb am 27 Dezember 1694.

Geboren während des Dreißig jährigen Krieges, 1618-1648, Johannes und seine Familie überlebte während fast zwei-drittel der deutschen Bevölkerung den Krieg nicht überlebten. Einige starben auf den Schlachtfeldern aber die meisten starben an den Folgen der Hungersnot die durch die plündernden Armeen, die die Felder plünderten und die Haustiere abschlachteten, verursacht wurde. Die Grafschaft von Hessen-Kassel in deren Gebiet Allendorf lag, wurde von umherstreifenden Armeen aus Schweden, Spanien und anderen Ländern heimgesucht. Mit Ausnahme von zwei steinernen Gebäuden, wurde Allendorf von kroatischen Soldaten 1637 dem Erdboden gleichgemacht.

Heinz Conti-Windemuth, ein deutscher Genealoge schrieb, dass die älteste Referenz eines Windemuth Namen von einem Papier, das einem Windemuth Land in der Nähe von Frankershausen zusprach, in einer Urkunde des Klosters Germerode gefunden wurde. Es handelt sich hierbei möglicherweise um eine Pacht oder um das Versprechen von Land. Heinz erwähnte außerdem, dass die älteste bekannte, Gegend  in denen Windemuth`s gelebt haben, die Gegend um den Meissner, in der Nähe von Allendorf und Weidenhausen, herum war.

Die Männer der frühen Windemuth`s waren in verschiedenen Berufen tätig. Einige waren Schäfer, einige arbeiteten in den lokalen Kohle, Salz und Mineral Minen, andere wiederum waren Fuhrleute die Fracht beförderten. Heinz weist weiterhin nach, dass einige Bauern, andere Aufseher auf den Gütern der Feudalherren waren. Andere waren Berufssoldaten in der Hessen-Kasseler Armee. Zwei waren Bürgermeister in kleineren Städten.

Es wird berichtet, dass Johannes ein Wagenbauer war. Da die Gegend um Bad Sooden-Allendorf die Heimat einer großen Fuhrmanns Gemeinschaft war, ist anzunehmen, dass Wagen bauen ein profitables Gewerbe war. Jedoch war die dauernde Aussicht der Familie auf eine Hungersnot oder Krankheit durch den Krieg und die extrem kalten Winter dieser Zeit allgegenwärtig. Zwei seiner Töchter starben in frühem Alter.

Unter dem feudalen System hatten die Einwohner im Land der Landgrafen sehr hohe Steuern zu zahlen. Während des Dreißig Jährigen Krieges wurde die Bevölkerung mehr als halbiert. Das bedeutete, dass die Steuern die der Einzelne zu zahlen hatte, sich mehr als verdoppelten. Die Wagenbauer mit ihren guten Einkünften mussten sicher eine große Steuerlast tragen. Der Landgraf nahm die Steuern ein, tat jedoch fast nichts dafür und tat praktisch nichts um seine Untertanen gegen die eingedrungenen Armeen zu schützen.      

Johannes` Frau Beata, starb mit 58 Jahren im September 1693. Johannes heiratete seine zweite Frau Elisabeth Wager im Mai 1694, bevor er im Dezember des gleichen Jahres verstarb. Johan Christoph, der jüngste der Kinder, ist der einzige bekannte Überlebende dieser Familie.  Im Januar 1702 heiratete Johan Christoph Maria Margarethe Kleppinger in Pfungstadt. Wie er nach Pfungstadt, eine für die damalige Zeit lange Reise, etwa 160 Km. von Allendorf entfernt, kam, kann heute nicht mehr festgestellt werden. Vielleicht kam er mit Hilfe seiner ferneren Familie, seiner Paten oder aber kam er auch von ganz allein.

In Pfungstadt, in der Nähe von Darmstadt, waren Berichten zu folge, viele Schneidereien ansässig. Johann Christoph war von Beruf Schneider und vielleicht kam er nach Pfungstadt um seinen Beruf zu erlernen.

Johan Christoph lebte mit seiner Familie während der „kleinen Eis-Zeit“. Die Wachstums Perioden waren kurz wodurch die Produktion von Nahrungsmitteln erheblich verringert wurde. Dies resultierte oft in Hungersnot, Krankheiten und dem Tod. Innerhalb einer elfmonatlichen Periode starben zwei ihrer fünf Kinder in frühem Alter und seine Frau, Maria Margarete, starb im Alter von 38 Jahren.

Innerhalb eines Jahres heiratete Johan Christoph seine zweite Frau, Anna Elizabeth Wambold. Er war zu diesem Zeitpunkt 42 Jahr alt, seine Frau war 24 Jahre alt. Seine drei, zum Zeitpunkt der Heirat, überlebenden Kinder waren Anna Elizabeth (14), Georg Philip (12) und Johann Georg (6).

Trotz der weiterhin langen und kalten Winter sah die Familie langsam bessere Zeiten und in relativ friedlichen Umständen wuchsen die Kinder zu Erwachsenen heran.

Anna Elizabeth heiratete 1722 Johannes Schnauber. 1732 wanderte Georg Philip nach Amerika aus. 1736 folgten ihm Johan Christoph, dessen Frau Anna und Johann Georg. Anna Elizabeth sowie ihr Ehemann Johannes Schnauber (später umbenannt in Snover), ein Müller von Beruf, wanderten im Jahr 1737 aus. Es wird vermutet, dass die Erfahrungen von Johannes Snover dazu führten, dass in und um Stillwater, einige Mühlen erbaut wurden.

Nach seiner Ankunft in Amerika heiratete Johann Georg Windemuth Margaret Elizabeth Bernhardt. Leider haben wir von der Bernhardt Familie, in der Zeit vor ihrer Auswanderung nach New Jersey, nur wenig in Erfahrung bringen können. Wir wissen jedoch, dass Margaret und ihr Vater, Johan Peter Bernhardt in der Unter Pfalz, in Kirzenheim, geboren wurden. Diese Gegend litt sehr unter dem Dreißig Jährigen Krieg und auch im späten 17. Jahrhundert, als die Armeen von König Louis dem IV praktisch sämtliche Städte dem Erdboden gleichmachten.

Johan Peter Bernhardt und sein Schwiegersohn Casper Sheaffer  waren die ersten unserer Verwandten die sich in Stillwater, New Jerseyn, niederließen. Nach und nach folgten Johan Peters Töchter mit ihren Ehemännern (einschließlich Johann Georg Windemuth) ihrem Vater und siedelten sich in Stillwater an.
Über den Verfasser: Michael A.  Wintermute´s internationale Reisen während der vergangenen 35 Jahre gaben ihm die Möglichkeit Pfungstadt und Allendorf, die Städte in Deutschland aus denen unsere Vorfahren auswanderten, zu besuchen und zu erforschen.                                                                 Mike kann über die Adresse: mikwinc@sbsglobal.net erreicht werden.
 
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